Südwest-JU will Rente mit 70 und fordert stabile Rentenbeiträge

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in Allgemeines vom 8. Juli 2012

Rente mit 70 und stabile Rentenbeiträge statt kurzfristiger Beitragssenkungen. Das fordern nun die Landesverbände der Jungen Union Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (zusammen 25.000 Mitglieder) auf der Südwestkonferenz des CDU-Nachwuchses in Heidelberg. “Wir wollen ernsthaft prüfen, das gesetzliche Rentenalter auf 70 zu erhöhen. Demographischer Wandel und Fachkräftemangel sowie der Wille vieler älterer Menschen, noch weiterzuarbeiten und damit Teil des Wirtschaftslebens zu bleiben, machen solche Überlegenen notwendig und möglich”, so der baden-württembergische JU-Chef Nikolas Löbel.

“Die Verwendung der derzeitigen Überschüsse in den Rentenkassen als „Demographie-Rücklage“ statt einer “Beitragssenkung“, wie sie nach aktueller gesetzlicher Lage Ende des Jahres anstehen würde (von 19,6% auf ca. 19%), wäre für die kommenden Generationen sinnvoller”, fordert der saarländische JU-Landesvorsitzende Markus Uhl.

“Ich erachte es als eine der zentralen Fragen beim Thema demographischer Wandel und Generationengerechtigkeit, dass wir nun, da konjunkturbedingt hohe Überschüsse die Rentenkassen füllen, wir aber gleichzeitig wissen, dass demographiebedingt in ein paar Jahren die Beträge sehr stark ansteigen werden (> 22%), die aktuell gesetzlich anstehende Beitragssenkung nicht umsetzen und den Rücklagen-Zeitraum in den Rentenkassen von derzeit 1,5 auf 3 Monatsausgaben erhöhen”, erklärt der JU-Landesvorsitzende aus Rheinland-Pfalz Johannes Steiniger. “Wir lehnen eine kurzfristige Beitragssenkung ab. Das ist Effekthascherei”, so JU-Chef Nikolas Löbel.

“Wir fordern, die ersparten Beiträge als Rücklage zu verwenden, um den sicheren sprunghaften Anstieg in ein paar Jahren etwas abzumildern. Dabei ist natürlich sicherzustellen, dass die Mittel nicht zweckentfremdet werden”, so Löbel, Steiniger und Uhl abschließend.




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  1. Arne sagt:

    Ich wäre eher für ein offenes und flexibles Renteneintrittsalter. Jeder soll dann in Rente gehen dürfen, wenn er will und für sich genug eingezahlt hat. Dann geht der Dachdecker mit 58, der Büroangesellte mit 67 und der Uniprofessor mit 75.

  2. Mister Manta sagt:

    Aber eine Rücklage ist doch nicht die Lösung des Problems. Es kann den Systemfehler, der bei der momentanen Systemkonstruktion und dem demographischen Wandel unweigerlich auftritt, nur leicht abfedern. Sinnvoller wäre eine Neukonstruktion mit fairer Lastenverteilung zwischen Jung und Alt, zwischen Eltern und Kinderlosen. Da könnte sich die JU doch mal was einfallen lassen. http://themundi.wordpress.com/2012/06/20/kundigung-des-generationenvertrages/

  3. W. Brinkhoff sagt:

    Ich würde mich freuen wenn die Generation Praktikum sich eher mal Gedanken über die Erfüllung ihrer sozialen Pflichten machen würde. Von den heutigen Endfünfzigern und Anfangssechzigern sind viele bereits mit Vierzehn ins Berufsleben eingetreten. Diese Leute haben mehr als Vierzig Jahre klaglos in die Rentenkassen eingezahlt und die Rente der Nachkriegsgeneration bezahlt. Es kann nicht sein das man jetzt diese Leute dazu verpflichten will bis ins Grab zu arbeiten während der Nachwuchs sich zu Tode studiert und Praktika macht. Wenn man erwägt sich mit Dreizig auf das Abenteuer geregelte Arbeit und selbständiges Leben einzulassen. hat man natürlich einige Probleme in den Rentenkassen. Der Vorteil ist nur das diese Generation weiß das die Kassen leer sind. Uns wurde noch vor nicht allzu langer Zeit verkündet das die Renten sicher sind.

  4. Molli sagt:

    Dieser Typ sollte mal einen Tag mit auf die Baustelle kommen und er würde die Rente mit 50 fordern.

  5. M.B. sagt:

    Rente mit 70?

    Was für ein Blödsinn! Wer hat sich sowas ausgedacht? Hat der oder die überhaupt schon einmal gearbeitet – oder bisher nur die Schulbank gedrückt? Wie soll ein Mensch sowas aushalten? Meine Mutter ist mit 49 Jahren verstorben, mein Onkel ist mit 49 Jahren verstorben und da wollen Sie, dass bis 70 gearbeitet wird. Wo ist ihre Realität, spinnen Sie?Arbeiten Sie mal in der heutigen Zeit bei diesen Arbeitgebern bei diesen Bedingungen bis 70 – ha, ha, ha!! Wenn Sie es schaffen, einigermaßen bis zum 60. Lebensjahr mitzuhalten, dann haben Sie mal gerade Glück gehabt.
    Die Rentner, die heute in den Ruhestand gehen, sind meistens kaputt von der Arbeit. Vor 10 Jahren oder früher war das mal anders. Dort hätten Sie die Frühverrentung stoppen müssen (Bahn, Post, Bundeswehr usw.) Die jetzigen Rentner oder Anwärter so zu bestrafen ist schlichtweg eine Sauerei und kostet Sie auch noch dessen Wählerstimmen. Weiter so – so sind Sie kein Löbel sonder ein Dödel!!!

  6. moneybee sagt:

    gesetzl.Rente als solidarisches Instrument- kann das funktionieren, wenn man mit starren Renteneintrittsaltern ( mit 65, mit 67, mit 70 etc. arbeitet? Natürlich hörte man zuerst den Aufschrei von Leuten, die (z.B. handwerklich) hart arbeiten. Die werden wohl auch eher früh begonnen haben, in die Rentenkasse einzuzahlen. Wer sein Berufsleben mit 17 begann, hat mit 63 schon 46 Jahre eingezahlt. Wer dagegen nach einem Studium erst mit 27 startet wäre bei gleichlanger Beitragszahlung ja schon 73. Wann immer er begann und was immer seine Beschäftigung am Anfang des Berufslebens war, wer kann heute noch davon ausgehen, daß er das bis zu seiner Pensionierung machen wird? So könnte auch der körperlich hart arbeitende im Laufe seines Berufslebens zum Ende des Arbeitslebens auf eine Beschäftigung gehen, die weniger anstrengend ist. Die Lage am Arbeitsmarkt, die Geburtenrate, Zuzug von ausländischen Arbeitskräften, Auswanderung und vieles andere werden immer wieder Adjustierungen am Beitragssatz oder am Renteneintrittsalter notwendig machen. Die gesetzliche Rente hat keine Speckpolster, auf die als Puffer zurückgegriffen werden kann. Die Solidarität gebietet also, daß auf dem ein oder anderen Weg ein Ausgleich stattfindet. Dieser muß auch beinhalten, daß die (zu) üppigen Renten im Wege der Besteuerung wieder einkassiert werden.

  7. Bevor wir uns mit einer Rente mit 70 beschäftigen, sollten wir erst einmal dafür Sorgen, dass die Menschen es schaffen bis zum derzeitigen Renteneintrittsalter von 67 arbeiten können. Ich bezweifle stark, dass viele Handwerker, welche mit 16 Jahren angefangen haben zu arbeiten, es schaffen bis 70 arbeiten zu können. Auch in anderen Berufen, in welchen in Schichten rund um die Uhr gearbeitet wird, dürfte es den Arbeitnehmern schwer fallen bis 70 zu arbeiten. Für diesen Personenkreis bedeutet eine generelle Rente mit 70 nichts anderes als eine Rentenkürzung.

    http://ju-swp.generation-ju.de/content/news/96093

  8. Die Junge Union im Kreisverband Germersheim kann sich dieser pauschalierten Forderung ebenfalls nicht anschließen. Wir haben uns gestern Abend bei einer Kreisvorstandssitzung und zuvor in mehreren gesprächen mit Mitgliedern mit der Thematik auseinandergesetzt und begrüßen sehr, dass die Junge Union in der Spdwestpfalz, oder die Junge Union in Altenkirchen unsere Meinung teilen.

    Unser Artikel “JU Kreisverband Germersheim distanziert sich vom Beschluss der JU zum Renteneintrittsalter mit 70 Jahren” beschreibt unsere Haltung ausführlich: http://www.ju-kreis-ger.de/?p=1327

  9. Stefanie sagt:

    Ich finde es schon ein starkes Stück, einen solchen Schritt vorzuschlagen. Viele Rentner arbeiten ohnehin schon länger, oftmals in Teilzeit; und diejenigen, die es nicht tun, sind meist gesundheitlich nicht mehr in der Lage, weiterzuarbeiten. Aber jedem seine eigene Meinung…

  10. Michael sagt:

    Wie soll denn das bitte funktionieren? Es können nicht alle bis 70 arbeiten. Da stelle ich mir gerade die Erzieherin im Kinderharten vor, die mit 70 Jahren noch Kinder von ein Ecke in die andere trägt. Da ist schon fast mit 67 Jahren unvorstellbar.

    Hier übrigens mal paar gute Infos zum Renteneintrittsalter:

    http://www.rente.com/gesetzliches-renteneintrittsalter

    LG Michael

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