Sonderbriefmarke für Helmut Kohl
Am 3. April 2010 begeht der ehemalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl seinen 80. Geburtstag. In diesem Rahmen fordern die Ludwigshafener Kreisverbände der Jungen Union (JU) und der Senioren Union (SU) von der Bundesregierung eine Sonderbriefmarke für den Altkanzler.Wie kaum ein anderer Mensch habe sich der gebürtige Ludwigshafener Dr. Helmut Kohl Ende des 20. Jahrhunderts für eine Deutsche Einheit und die Europäische Einigung stark gemacht, so der stellvertretende Vorsitzende des Ludwigshafener JU-Verbandes, Patrick Kullmann. Mit beherztem Handeln und Beharrlichkeit habe Dr. Kohl 1989 das Ausland davon überzeugen können, die Chance auf die deutsche Einheit zu unterstützen, statt sie zu verhindern. „Besonders stolz sind wir aber darauf, dass diese einzigartige politische Karriere hier in unserer Stadt und in unserem Kreisverband ihren Ursprung hatte“, so Kullmann weiter.
Dr. Helmut Kohl war 1947 als damals 17-Jähriger Mitbegründer der Jungen Union in Ludwigshafen, zu der er auch heute noch ein gutes Verhältnis pflegt. Recht schnell entwickelte sich der engagierte Wahlkämpfer zu einem ernst zu nehmenden Politiker in der Chemiemetropole. Dr. Kohl prägten schon damals die besondere Entschlossenheit und Ausdauer, die ihn zunächst zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, dann zu Chef der Bundespartei und schließlich zum Kanzler der Bundesrepublik Deutschland machten. „Helmut Kohl hatte sein Ziel stets im Blick und konnte so politisch sehr viel erreichen. Das ist eine Eigenschaft, die man sich heute von ihm abschauen kann“, erklärt Steffen Funck, Vorsitzender der JU Ludwigshafen. Daher stelle man sich auch beharrlich gegen den angeblichen Grundsatz, keine lebenden Personen auf Sonderbriefmarken abzubilden. Immerhin habe die Bundesregierung zu Ehren von Jean Monnet, dem Wegbereiter der europäischen Einigungsbestrebungen, sowie von Papst Benedikt XVI. und selbst von Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo bereits Ausnahmen gemacht. „Gerade der wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland sollten es die historischen Verdienste Dr. Helmut Kohls doch wert sein, auch zum Anlass seines 80. Geburtstages eine Sonderbriefmarke herauszugeben“, betont Funck.
Unterstützung erhält die Junge Union von der Ludwigshafener Senioren Union. „Wir unterstützen diesen Vorstoß und freuen uns, dass sich die Jugend mit einem der bedeutendsten Politiker des 20. Jahrhunderts identifiziert“, findet Bernd Reiß, Vorsitzender der Ludwigshafener CDU-Senioren, Gefallen an der Aktion. „Dr. Helmut Kohl wird als der Kanzler der Wiedervereinigung und als großer Europäer in die Geschichtsbücher eingehen. Seine Idee von einem geeinten Deutschland war der Beginn eines freiheitlichen Gemeinwesens in ganz Europa.“
Helmut Kohl war von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ludwigshafen und, als zweiter und einziger lebender Mensch überhaupt, Ehrenbürger Europas.
Mehr zur Initiative unter: http://sonderbriefmarke-helmutkohl.de/
Ähnliche Artikel
Komentare (6)





Und Helmut Kohl wird ewig deutscher Bundeskanzler sein!
Ich trag mich gleich bei der Petition ein, wer macht noch mit?
Es wäre eine tolle Würdigung für unseren Alt-Kanzler.
Das hat was! Briefmarke für Helmut Kohl
http://bit.ly/aLRbiY
Ihr dürft für die Einladungen zu Juso-Vorstandssitzungen andere Briefmarken verwenden…
falls Ihr Euch zu sehr über die Kohl-Briefmarke ärgert, vielleicht die hier:
https://www.efiliale.de/efiliale/katalog/produkt.jhtml?Item=prod6390025&parentCat=cat2370006&addItemSource=&navAction=push
Die von der neoliberalen Gräfin Dönhoff wäre doch eigentlich auch einen Sturm der Entrüstung wert gewesen. Naja, vielleicht wäre so etwas Liberalismus aber auch nicht verkehrt, wenn man sich gerade von der Vorratsdatenspeicherung lossagt, die man in der letzten Legislaturperiode beschlossen hatte…
https://www.efiliale.de/efiliale/katalog/produkt.jhtml?Item=prod6270006&parentCat=cat22920108&addItemSource=&navAction=push
Und da das Schulobst-Programm so ziemlich das einzige ist, was die Landesregierung in letzter Zeit ohne Pannen zustande gebracht hat, wäre Obst auf Briefmarken auch nicht so schlecht. Wird aber teuer. Den Satz “heimisches Obst – Erdbeere” (in passendem rot) gibt es nur mit einem Zuschlag von 25 Cent. Immerhin kommt der Betrag der Wohlfahrtspflege zugute.
https://www.efiliale.de/efiliale/katalog/produkt.jhtml?Item=prod6360010&parentCat=cat2400003&addItemSource=&navAction=push
@Fabian: Mit deinem Blogeintrag machst du es dir sehr einfach. Kein Deutscher hat eine Sonderbriefmarke verdient, sagst du, bis auf den Bundespräsidenten. Gleichzeitig stellst du Kohl in eine Reihe mit Friedrich Wilhelm IV und Kaiser Wilhelm II und scheust nicht einmal vor einem angedeuteten Vergleich mit Hitler zurück. Ziemlich dünnes Eis für einen Juso-Vorsitzenden.
Aber, um deinem Blogeintrag auch sachlich zu entgegen: Helmut Kohl ist nach Jean Monnet der zweite Ehrenbürger Europas. Monnet wurde 1976 von der Deutschen Bundespost daraufhin mit einer Sonderbriefmarke geehrt – zu Lebzeiten, denn er starb erst wenige Jahre danach. Helmut Kohl ist der zweite Staatsmann, der diesen Ehrentitel erhalten hat, und mindestens in dieser Funktion ebenfalls eine Sonderbriefmarke verdient hat. Zumal wir uns im 20. Jahr der Deutschen Wiedervereinigung befinden!
@ Patrick: Ich habe nicht geschrieben, kein Deutscher hätte das Recht darauf auf eine Sonderbriefmarke zu kommen. Und sicher ist Helmut Kohl jemand, den man mit einer Briefmarke zu ehren hat. Aber eben nicht zu Lebzeiten und damit stelle mich in die Reihe derer die, egal welcher politischer Couleur, davon überzeugt sind, dass diese Regel aus gutem Grund nicht missachtet werden sollte.
Wenn ich richtig informiert bin, ist Jean Monnet ein herausragender Europäer gewesen – und eben französischer Staatsbürger. Somit hätten wir auch diese Ausnahme der Briefmarke für eine Person zu Lebenszeiten geklärt.
@ Fabian: ich verstehe nicht ganz, woher du den Unterschied zwischen französischen und und deutschen Staatsbürgern ableitest