Junge Union und EAK Rheinland-Pfalz bekennen sich zu konfessionellem Religionsunterricht
„Das Bildungssystem in Rheinland-Pfalz ist wahrlich verbesserungswürdig, da wundern wir uns schon, dass die Jusos nichts Besseres zu tun haben, als die Abschaffung des Religionsunterrichts zu fordern. Dem erteilen wir eine deutliche Absage”, sind sich der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU), Martin Binder und der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK), Wolfgang Reeder einig.

Der EAK ist der evangelische Arbeitskreis der Union
Mit Verweis auf Probleme in einem anderen Bundesland haben die Jusos gefordert, den Religionsunterricht einem für alle Glaubensrichtungen gleichen Schulfach „Religionswissenschaft und Philosophie” zu opfern.

Jörg Röder ist Referent für Bildung in JU und EAK
„Wir lehnen auch diese Forderung der Gleichmacherei ab, wie sie leider immer wieder aus der SPD im Bildungswesen erhoben werden”, stellt Jörg Röder fest, der in beiden CDU-Vereinigungen für Bildungspolitik zuständiger Referent ist. „Wir stehen für einen konfessionellen Religionsunterricht und schließen den muslimischen Unterricht mit ein”. Ein Unterrichtsfach Islam müsse von staatlich ausgebildeten Lehrern und, wie der christliche Religionsunterricht auch, unter staatlicher Aufsicht erteilt werden.
Der Schulterschluss zwischen der Jungen Union und dem Evangelischen Arbeitskreis der CDU erfolgt aufgrund der tiefen Überzeugung, dass gelebter Glaube und die Vermittlung der eigenen Religion in der Schule von zentraler Bedeutung für unsere Gesellschaft sind. Religionswissenschaftlicher Unterricht betrachtet Religion von außen. Konfessioneller Unterricht wird hingegen auf der Basis des Glaubensbekenntnisses erteilt und zielt daher nicht nur auf Wissensvermittlung, sondern auch auf Persönlichkeitsentwicklung. Dieser zweite Aspekt ist eine wichtige Aufgabe von Schule.
„Es gibt nichts Ungerechteres als Ungleiches gleich zu behandeln. Dieser Grundsatz wird in der Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz zurzeit in sozialistischer Manier missachtet. Die Forderung der Jusos ist da die Spitze des Eisbergs. Wir stehen für ein differenziertes Bildungssystem. Ein Schulfach Religion gehört unbedingt dazu”, stellen Martin Binder und Wolfgang Reeder abschließend fest.

Der "Trierer-Kruzifix-Streit" gab zuletzt schon einmal Anlass, das Verhältnis von Staat und Kirche zu thematisieren
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